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Faltenbehandlung bei Myasthenia gravis: Was die Warnung vor Botulinumtoxin für Sie bedeutet

Hautschimmer Redaktion|
Saskia Heer

Ihre ärztliche Ansprechpartnerin

Dieser Artikel stammt von der Hautschimmer Redaktion. Für eine persönliche ärztliche Einordnung Ihrer Fragen ist Saskia Heer Ihre Ansprechpartnerin.

Saskia Heer ist approbierte Ärztin mit Tätigkeitsschwerpunkt ästhetische Medizin. Ihr Medizinstudium absolvierte sie an der Charité — Universitätsmedizin Berlin. Sie bildet sich regelmäßig in Injektionstechniken, Anatomie und Komplikationsmanagement fort.

Mitglied der Ärztekammer Brandenburg und Bayern

Sie leben mit Myasthenia gravis, Ihre Erkrankung ist bekannt und wird behandelt, und beim Blick in den Spiegel stören Sie Zornesfalte oder Stirnlinien. Eine Freundin ist mit Botulinumtoxin zufrieden, und Sie fragen sich, ob das auch für Sie infrage kommt. Die Antwort ist klar: Ihre Diagnose steht vor jeder Methodenwahl, und sie spricht nach der Patienteninformation der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Botulinumtoxin-Therapie (DGBT) gegen diese Behandlung.

Die kurze Antwort: Die Fachgesellschaft rät ab

Die DGBT nennt in ihrer Patienteninformation ausdrücklich Grunderkrankungen, die mit Muskelschwäche einhergehen, und führt Myasthenia gravis als Beispiel an. Bei solchen Grunderkrankungen sollte nach dieser Empfehlung nicht mit Botulinum behandelt werden, ebenso wenig bei Blutgerinnungsstörungen (DGBT).

Die Empfehlung nennt weder eine Ausnahme für einen stabilen Krankheitsverlauf noch eine Menge, ab der die Behandlung unbedenklich wäre. Wer Ihnen eine Behandlung mit dem Hinweis anbietet, Ihre Erkrankung sei doch gut eingestellt, sollte erklären können, worauf diese Einschätzung beruht. Die hier verlinkte DGBT-Patienteninformation begründet keine sichere Ausnahme für einen stabilen Krankheitsverlauf.

Wie Botulinumtoxin wirkt und warum das Ihre Frage nicht beantwortet

Mimikfalten entstehen nach Beschreibung der DGBT dadurch, dass sich mimische Muskeln im Laufe des Lebens immer wieder anspannen und sich Linien in die darüber liegende Haut eingraben (DGBT). Bei der kosmetischen Anwendung wird Botulinumtoxin gezielt in einzelne Muskeln im Gesicht gespritzt (AAD). Diese Muskeln entspannen sich vorübergehend, und feine Linien und Falten erscheinen weniger ausgeprägt (AAD).

Dieses Wirkprinzip erklärt den kosmetischen Effekt. Es erlaubt Ihnen aber keine eigene Rechnung nach dem Muster „nur eine Region, nur wenig, also wird es schon gehen“. Die Empfehlung der DGBT enthält keine Einschränkung auf bestimmte Regionen oder Mengen. Hinzu kommt, dass Botulinumtoxin als verschreibungspflichtiges Medikament eingesetzt wird (DGBT). Ein scheinbar kleiner Eingriff bleibt damit die Anwendung eines solchen Arzneimittels bei einer ausdrücklich genannten Vorerkrankung.

Allgemeine Informationen beantworten Ihre Frage nicht

Vieles, was Sie über Botulinumtoxin lesen, beschreibt Wirkung, Dauer und Nebenwirkungen ohne Bezug auf eine bestimmte Vorerkrankung. Fotos, Erfahrungsberichte und Angaben zur Wirkdauer sagen deshalb nichts darüber aus, was die Behandlung in Ihrer Situation bedeuten würde. Gute Ergebnisse bei anderen entkräften die Warnung der Fachgesellschaft nicht.

Ihr ästhetischer Wunsch ist nachvollziehbar. Die Warnung bleibt jedoch der Ausgangspunkt jeder weiteren Abklärung, und die Antwort auf Ihre Frage liegt nicht in der Methode, sondern in Ihrer Krankengeschichte.

Was in ein ärztliches Gespräch gehört

Die American Academy of Dermatology (AAD) beschreibt, dass eine Ärztin oder ein Arzt anhand Ihrer Krankengeschichte einschätzen kann, ob bei Ihnen ein erhöhtes Komplikationsrisiko besteht (AAD). Bei Myasthenia gravis ist diese Prüfung keine Formalie, sondern der Kern des Gesprächs. Dazu gehören:

  • • Ihre bekannte Diagnose, auch wenn sie Ihnen selbstverständlich erscheint und lange zurückliegt.
  • • Der bisherige Verlauf, einschließlich Phasen mit stärkeren Beschwerden.
  • • Sämtliche Medikamente, die Sie einnehmen, auch rezeptfreie Mittel und Schmerzmittel, sowie pflanzliche Präparate, Vitamine und Mineralstoffe (AAD).
  • Fragen zu Ihrer neurologischen Behandlung selbst beantwortet dieser Ratgeber nicht; sie gehören in das Gespräch mit Ihrer neurologisch behandelnden Praxis. Sinnvolle Fragen für das ästhetische Gespräch sind stattdessen: Welche Befunde werden benötigt? Sollte Ihre neurologisch behandelnde Praxis einbezogen werden? Und was sagt die aktuelle deutsche Information des konkret vorgesehenen Präparats zu Ihrer Erkrankung? Eine neurologische Rückmeldung wäre dabei eine Information unter mehreren, keine Garantie für die Sicherheit einer kosmetischen Behandlung.

    Risiken ohne Verharmlosung

    Nach Injektionen mit Botulinumtoxin werden Schwellungen, Rötungen, Schmerzen und Blutergüsse beschrieben (AAD). Davon zu unterscheiden ist eine Schwächung benachbarter Muskeln, die vorübergehend zu einer hängenden Augenbraue oder einem hängenden Augenlid führen kann; die AAD stuft dies als selten ein. Als sehr selten nennt sie botulismusartige Beschwerden mit Problemen beim Atmen, Schlucken oder Sprechen (AAD).

    Wichtig für Sie: Die AAD nennt hier keine gesonderten Häufigkeiten für Menschen mit Myasthenia gravis. Eine persönliche Risikozahl lässt sich aus den Einstufungen „selten“ und „sehr selten“ nicht ableiten. Wer Ihnen eine beruhigende Zahl nennt, sollte sagen können, woher sie stammt.

    Nichtbehandlung ist ein vollwertiges Ergebnis

    Viele Entscheidungshilfen enden mit einem Behandlungsvorschlag. Bei Ihrer Frage ist das anders. Angesichts der ausdrücklichen Warnung ist der Verzicht auf Botulinumtoxin nicht das Scheitern eines Wunsches, sondern eine informierte Entscheidung, die Sie ohne Rechtfertigungsdruck treffen dürfen. Sie müssen dafür auch kein Gespräch führen, wenn die Antwort für Sie bereits feststeht.

    Ob Hyaluron oder Eigenblutverfahren bei Ihrer Erkrankung infrage kommen, beantwortet dieser Ratgeber nicht. Das wäre eine eigene Frage mit eigener Abklärung und nicht der automatische zweite Schritt, nachdem Botulinumtoxin ausscheidet. Welche Veränderungen überhaupt realistisch wären und welche Erwartungen sich nicht verlässlich erfüllen lassen, gehört ebenfalls in ein Gespräch und nicht in eine Vorannahme.

    Was Sie konkret tun können

    Wenn Sie das Thema weiterverfolgen möchten, ist ein ruhiges ärztliches Gespräch mit vollständigen Unterlagen der sinnvolle Weg, ohne Erwartung auf ein bestimmtes Ergebnis. Diese Fragen können Sie mitnehmen:

  • • Was bedeutet meine Myasthenia gravis angesichts der Warnung der Fachgesellschaft für meinen Wunsch?
  • • Welche Befunde brauchen Sie, und soll meine neurologische Praxis einbezogen werden?
  • • Welche Veränderungen wären realistisch, und welche Erwartungen lassen sich nicht verlässlich erfüllen?
  • • Können wir Nichtbehandlung ausdrücklich als Ergebnis festhalten?
  • Allgemeine Angaben zu Hautschimmer in Königs Wusterhausen, Bahnhofstraße 8, und zu Saskia Heer als approbierter Ärztin finden Sie auf der Standortseite Königs Wusterhausen. Eine besondere Erfahrung mit Myasthenia gravis wird damit nicht behauptet, und ein Gespräch bedeutet keine Zusage einer Behandlung. Ob und was in Ihrem Fall vertretbar ist, bleibt eine ärztliche Einschätzung im persönlichen Gespräch, die ein Ratgeber vorbereiten, aber nicht ersetzen kann.

    Aufschub, Verzicht oder ein klärendes Gespräch: Alle drei sind legitime nächste Schritte. Welcher davon zu Ihnen passt, entscheiden Sie.

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    Hautschimmer Neumarkt i.d.Opf

    Bahnhofstraße 15, 92318 Neumarkt i.d.Opf. Ärztin Saskia Heer — approbiert, Charité Berlin. Ab Nürnberg Hbf rund 20 Minuten mit dem Regionalexpress, die Praxis liegt 300 Meter vom Bahnhof. Aus weiten Teilen des Landkreises Neumarkt näher als Nürnberg.

    Sie kommen aus Mittelfranken? Ästhetik für Nürnberg, Polynukleotide für Nürnberg und Botox für Amberg.

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    Bahnhofstraße 8, 15711 Königs Wusterhausen. Ab Berlin Ostkreuz rund 22 Minuten mit dem RE2, ab Flughafen BER rund 11; die Praxis liegt 300 Meter vom Bahnhof. Aus weiten Teilen des Landkreises Dahme-Spreewald näher als Berlin-Mitte.

    Alle Behandlungen werden persönlich von Ärztin Saskia Heer durchgeführt.

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