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Große Poren: Ursachen, Pflege und was Behandlungen leisten

Hautschimmer Redaktion|
Saskia Heer

Ihre ärztliche Ansprechpartnerin

Dieser Artikel stammt von der Hautschimmer Redaktion. Für eine persönliche ärztliche Einordnung Ihrer Fragen ist Saskia Heer Ihre Ansprechpartnerin.

Saskia Heer ist approbierte Ärztin mit Tätigkeitsschwerpunkt ästhetische Medizin. Ihr Medizinstudium absolvierte sie an der Charité — Universitätsmedizin Berlin. Sie bildet sich regelmäßig in Injektionstechniken, Anatomie und Komplikationsmanagement fort.

Mitglied der Ärztekammer Brandenburg und Bayern

Im Vergrößerungsspiegel wirken die Poren auf Nase und Wangen plötzlich wie kleine Krater, und das Make-up setzt sich genau dort ab. Viele Produkte versprechen, Poren zu „schließen“. Hier lesen Sie, woher große Poren kommen, was Pflege und Behandlungen laut Studien leisten können und wo die Grenzen liegen.

Die kurze Antwort

Poren sind die Öffnungen der Haarfollikel mit ihren Talgdrüsen. Sie gehören zur Haut und lassen sich nicht schließen. Ziel jeder Behandlung ist, dass sie weniger auffallen. Die wichtigsten Einflüsse sind viel Talg, nachlassende Spannkraft der Haut und ein größerer Haarfollikel (Lee et al. 2016).

Die Grundlage ist eine sanfte Pflege mit täglichem Sonnenschutz. Am besten untersucht sind Retinoide, also Wirkstoffe aus der Vitamin-A-Familie. Peelings können ergänzen. Microneedling und Skinbooster zielen vor allem auf Poren, die durch erschlaffte Haut größer wirken. Dazu gibt es nur kleine Studien, meist ohne Vergleichsgruppe. Eine begrenzte Verfeinerung kann möglich sein; eine sichtbar kleinere Pore lässt sich für die einzelne Person nicht versprechen. Sanfte Pflege bleibt auch nach einer Behandlung wichtig.

Warum Poren größer wirken

Sichtbar wird die Öffnung der Haar-Talgdrüsen-Einheit, oft gefüllt mit einem Pfropf aus Talg und Hornzellen (Dong et al. 2016). Neben Talg, Spannkraft und Follikelgröße spielen Akne, Geschlechtshormone und die Hautpflege eine Rolle (Lee et al. 2016).

Talg. In einer Studie mit 60 Personen hing die Porengröße am stärksten mit der Talgmenge zusammen, danach mit männlichem Geschlecht und Alter. Bei Frauen waren die Poren um den Eisprung herum größer (Roh et al. 2006).

Alter und Sonne. Mit den Jahren und durch Sonnenschäden verliert die Haut an Festigkeit, die Poren fallen stärker auf (American Academy of Dermatology). Bei 116 Frauen in Korea wurde die Porenfläche bis in die Vierziger größer. Danach nahm sie wieder ab, die Poren wurden aber länglicher. Die Studie stammt von einem Kosmetikhersteller (Jang et al. 2018).

Veranlagung. Porengröße und Hautaufbau um die Poren unterscheiden sich zwischen Menschen verschiedener Herkunft (Sugiyama-Nakagiri et al. 2009). Ein Teil ist schlicht angeboren.

Eine Übersicht über 19 Studien leitet daraus eine Regel ab: Bei jüngeren Menschen steht die Talgkontrolle im Vordergrund, bei älteren zusätzlich die Erneuerung der Haut (Parvar et al. 2023).

PorenbildHäufiger HintergrundWas laut Studienlage ansetzt
Glänzende Haut, runde Poren, oft jüngere Jahreviel Talgsanfte Reinigung, Salicylsäure, Retinoid; Akne ärztlich behandeln lassen
Längliche Poren auf den Wangen, eher ab 40nachlassende Spannkraft, SonnenschädenSonnenschutz, Retinoid; ergänzend Microneedling oder Skinbooster (kleine Studien)
Dunkle Punkte in den PorenPfropf aus Talg und Hornzellen (Mitesser)Salicylsäure, Retinoid; nicht ausdrücken

Was nicht geht: Poren schließen

Eine Pore ist keine Klappe, sondern die Mündung eines Haarfollikels. Sie lässt sich weder zuziehen noch entfernen. Beeinflussen lassen sich ihr Inhalt und die Haut drumherum.

Manches macht Poren sogar auffälliger. Heißes Wasser, Schrubben, Drücken und Herumpulen reizen die Haut. Entzündete Haut lässt Poren größer wirken (American Academy of Dermatology).

Auch die Forschung hat Grenzen. Viele Studien zu Poren sind klein, haben keine Vergleichsgruppe und messen Poren mit unterschiedlichen Methoden. Ergebnisse sind deshalb vorsichtig zu lesen (Dong et al. 2016).

Pflege: die Grundlage

Die amerikanische Fachgesellschaft der Hautärzte rät zu Produkten, die als „nicht komedogen“ oder „ölfrei“ gekennzeichnet sind. Dazu gehört, das Gesicht zweimal täglich sanft mit lauwarmem Wasser zu reinigen (American Academy of Dermatology).

Täglicher Sonnenschutz beugt den Sonnenschäden vor, die die Haut erschlaffen lassen (American Academy of Dermatology). In einer randomisierten Studie mit 903 Erwachsenen zeigte die Gruppe mit täglichem Sonnenschutz nach 4,5 Jahren keine messbare Zunahme der Hautalterung. Eine Zunahme der gemessenen Lichtalterung war seltener als bei gelegentlicher Anwendung (Hughes et al. 2013). Gemessen wurde an der Hand; Poren wurden dort nicht eigens untersucht.

Retinoide: am besten untersucht

Retinoide wirken auf Verhornung und Talg und werden seit Langem gegen Lichtalterung eingesetzt. In einer großen Studie trugen 568 Personen mit Sonnenschäden 24 Wochen lang eine Tazaroten-Creme oder eine wirkstofffreie Creme auf. Tazaroten verbesserte unter anderem die sichtbare Porengröße stärker als die Vergleichscreme (Kang et al. 2005). Um mindestens eine Stufe besser wurden die Poren unter Tazaroten bei 42 %, unter der wirkstofffreien Creme bei 20 % (Dong et al. 2016). Poren waren dabei allerdings nur ein Nebenziel.

In einer weiteren Studie mit 120 Frauen verbesserten Tretinoin und eine Kosmetikcreme mit Retinol über drei Monate ähnlich stark unter anderem die Poren. Eine Gruppe ohne Wirkstoff gab es nicht, die Studie kam aus einem Kosmetikunternehmen (Bouloc et al. 2015). Hinzu kommt: Retinoide wirken auch gegen Akne. Ob Poren unabhängig davon kleiner wirken, ist nicht sauber getrennt (Dong et al. 2016).

Diese Studienbeschreibungen sind keine Empfehlung zur Selbstbehandlung. Tretinoin, Tazaroten und Adapalen sind verschreibungspflichtig (Arzneimittelverschreibungsverordnung, Anlage 1). Typisch sind Trockenheit, Schuppung, Brennen und Rötung. Tretinoin-Cremes sollen in der Schwangerschaft nicht verwendet werden (Embryotox). Von Retinol-Kosmetik in Schwangerschaft und Stillzeit rät die amerikanische Fachgesellschaft ebenfalls ab (American Academy of Dermatology).

Peelings: Fruchtsäure und Salicylsäure

Salicylsäure ist fettlöslich und reichert sich in den Talgdrüsenfollikeln an. Deshalb wird sie vor allem bei Mitessern und Akne eingesetzt (Arif 2015).

Zu Poren selbst gibt es wenig. In einer Studie aus Japan erhielten 22 Frauen fünf Glykolsäure-Peelings im Abstand von zwei Wochen. Bei 19 von ihnen nahm die Zahl auffälliger Poren ab, im Mittel um rund ein Drittel. Eine Vergleichsgruppe gab es nicht (Kakudo et al. 2011).

Mögliche Nebenwirkungen sind anhaltende Rötung, starke Schuppung, Krusten, Trockenheit und Pigmentverschiebungen. Salicylsäure-Peelings werden in der Schwangerschaft nicht empfohlen (Arif 2015). Ob ein ärztliches Peeling infrage kommt, sollte nach einer Hautuntersuchung entschieden werden.

Microneedling: Umbau anregen, Poren wenig untersucht

Beim medizinischen Microneedling setzen feine Nadeln winzige Verletzungen, auf die die Haut mit Umbau reagiert. In einer kleinen Studie mit zehn Personen und sechs Sitzungen nahmen in Gewebeproben mehrere Kollagenarten zu (El-Domyati et al. 2015). Das passt am ehesten zu Poren, die durch erschlaffte Haut größer wirken.

Studien, die Poren gezielt messen, sind rar. Meist wurde Microneedling mit Wirkstoffen kombiniert, und eine Vergleichsgruppe fehlte. Ein Beispiel: 40 Personen in Korea mit drei bis vier Sitzungen und einer Glukose-Hyaluron-Lösung. Bei 78 % wurden die Poren besser bewertet, die Autoren nennen das selbst vorläufig (Yi et al. 2026). Ob Microneedling allein Poren messbar verkleinert, ist nicht belegt.

Häufig sind Rötung, Schwellung, Schmerzen, Trockenheit und Schuppung. Seltener bleiben Pigmentflecken, streifenförmige Narben oder Knötchen. Das Risiko steigt bei aktiven Infektionen, dunklerer Haut, Metallallergie und mit Produkten, die nicht für die Anwendung in der Haut vorgesehen sind (Chu et al. 2021). Vorher besprechen sollten Sie Gerinnungsstörungen, blutverdünnende Medikamente, Hauterkrankungen wie Ekzeme, Diabetes, ein geschwächtes Immunsystem und Allergien gegen Betäubungscremes (FDA 2025). Ablauf und Heilung: Microneedling: wie oft, Heilung, zuhause oder Praxis.

Laser, Radiofrequenz und Ultraschall wurden in kleinen Studien ebenfalls bei Poren untersucht (Dong et al. 2016). Hautschimmer bietet diese Verfahren nicht an.

Skinbooster und Polynukleotide: vorsichtig lesen

Skinbooster bringen Hyaluronsäure in vielen kleinen Depots in die Haut. Eine Meta-Analyse fand mehr Feuchtigkeit und Ausstrahlung, aber keinen gesicherten Effekt auf die Elastizität (Zhou & Yu 2025).

Zu Poren gibt es einzelne kleine Studien. In einer wurden 42 Personen zwei- bis fünfmal behandelt, ohne Vergleichsgruppe (Qian et al. 2018). In einer randomisierten Studie mit 30 Personen erhielt jede Gesichtshälfte eines von zwei Hyaluron-Präparaten. Auf beiden Seiten nahm das Porenvolumen über 32 Wochen ab, eine unbehandelte Seite gab es nicht (Rutnumnoi et al. 2025). Eine Pilotstudie mit 20 Personen maß neben vielen anderen Werten auch kleinere Poren (Lee et al. 2024).

Für Polynukleotide gibt es kleine Studien aus Korea, die Poren als einen von mehreren Werten erfasst haben (Rho et al. 2024). Eine oft zitierte Umfrage gibt nur die Einschätzung von Ärztinnen und Ärzten wieder, keine Messung; mehrere Autoren beraten einen Hersteller (Lee et al. 2024, Umfrage).

Nach Skinbooster-Injektionen sind Rötung, Schwellung, Druckschmerz, Blutergüsse und tastbare Knötchen möglich, ein Herpes kann wieder aufflammen. Sehr selten gelangt Material in ein Blutgefäß. Nach Gesichtsinjektionen wurden dann Durchblutungsstörungen bis hin zu Sehstörungen und Erblindung beschrieben. Gegenanzeigen sind unter anderem Allergien gegen Inhaltsstoffe, Gerinnungsstörungen und Neigung zu wulstigen Narben. In Schwangerschaft und Stillzeit ist das Präparat nicht geprüft (Gebrauchsinformation eines Hyaluron-Skinboosters). Mehr dazu: Skinbooster im Vergleich.

Ungewöhnlich starke Schmerzen oder eine weißliche beziehungsweise fleckig-bläuliche Haut nach einer Injektion müssen sofort ärztlich beurteilt werden. Kontaktieren Sie umgehend die behandelnde Praxis; ist sie nicht erreichbar, suchen Sie sofort medizinische Hilfe. Bei plötzlichen Sehstörungen oder Schlaganfallzeichen rufen Sie 112 und nennen die vorausgegangene Injektion.

Häufige Fragen

Kann man große Poren schließen?

Nein. Poren sind die Öffnungen der Haarfollikel. Pflege und Behandlungen können sie weniger auffällig machen, mehr nicht.

Ab welchem Alter werden Poren größer?

In jungen Jahren spielt vor allem Talg eine Rolle (Parvar et al. 2023). Später kommt die nachlassende Spannkraft hinzu. In einer Studie wuchs die Porenfläche bis in die Vierziger, danach wurden die Poren vor allem länglicher (Jang et al. 2018).

Darf man Poren ausdrücken?

Besser nicht. Drücken und Pulen reizen die Haut, danach wirken Poren eher größer (American Academy of Dermatology). Bei Mitessern sind Salicylsäure oder ein Retinoid sinnvoller, bei entzündeter Akne ärztlicher Rat.

Was hilft gegen große Poren im Gesicht am ehesten?

Am besten untersucht sind Retinoide. Dazu kommen täglicher Sonnenschutz und sanfte Reinigung, bei viel Talg auch Salicylsäure. Behandlungen in der Praxis können das ergänzen, aber nicht ersetzen.

Microneedling oder Skinbooster: was passt bei großen Poren?

Beides zielt eher auf erschlaffte Haut als auf Talg. Microneedling soll den Umbau der Haut anregen, Skinbooster sollen vor allem Feuchtigkeit geben. Für Poren sind beide nur in kleinen Studien untersucht. Was zu Ihrer Haut passt, klärt das Beratungsgespräch.

Wie viele Behandlungen sind nötig?

In den Studien waren es meist mehrere Sitzungen, oft kombiniert mit Pflege (Parvar et al. 2023). Ein verlässlich belegtes allgemeines Auffrischungsintervall speziell für große Poren lässt sich daraus nicht ableiten. Weitere Sitzungen sollten nur anhand von Verlauf, Nutzen und Belastung erwogen werden.

Was kostet eine Behandlung gegen große Poren?

Hautschimmer ist eine Privatpraxis und rechnet nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie eine schriftliche Kostenaufstellung (§ 630c BGB). Die aktuellen Preise stehen auf der Preisseite.

Große Poren in Neumarkt — nah an Nürnberg

Bei Hautschimmer berät und behandelt Saskia Heer, Ärztin — Tätigkeitsschwerpunkt ästhetische Medizin, persönlich in der Bahnhofstraße 15 (1. OG) in Neumarkt i.d.OPf. Neumarkt ist ab Nürnberg Hauptbahnhof direkt mit dem Regionalexpress erreichbar; vom Bahnhof sind es etwa 300 Meter zur Praxis. Im Gespräch wird geklärt, ob bei Ihnen eher Talg oder nachlassende Spannkraft im Vordergrund steht und ob eine Behandlung überhaupt sinnvoll ist. Bei entzündeter Akne geht die hautärztliche Behandlung vor. Mehr zu den Behandlungen vor Ort: Medizinisches Microneedling in Neumarkt und Skinbooster in Neumarkt.

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Alle Behandlungen werden persönlich von Ärztin Saskia Heer durchgeführt.

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