Lippen aufspritzen bei Allergien: Was Sie vor der Behandlung klären sollten
Ihre ärztliche Ansprechpartnerin
Dieser Artikel stammt von der Hautschimmer Redaktion. Für eine persönliche ärztliche Einordnung Ihrer Fragen ist Saskia Heer Ihre Ansprechpartnerin.
Saskia Heer ist approbierte Ärztin mit Tätigkeitsschwerpunkt ästhetische Medizin. Ihr Medizinstudium absolvierte sie an der Charité — Universitätsmedizin Berlin. Sie bildet sich regelmäßig in Injektionstechniken, Anatomie und Komplikationsmanagement fort.
Mitglied der Ärztekammer Brandenburg und Bayern
Sie haben seit Jahren Heuschnupfen, vertragen bestimmte Pflaster nicht oder hatten einmal eine heftige Reaktion auf ein Medikament. Jetzt denken Sie über eine Lippenunterspritzung mit Hyaluron nach und fragen sich: Spielt das eine Rolle? Und wenn ja, was genau muss ich vorher ansprechen?
Die kurze Antwort
Ja, jede bekannte Allergie gehört ins ärztliche Gespräch. Ob eine Lippenunterspritzung bei Ihrer Allergievorgeschichte infrage kommt, lässt sich hier nicht entscheiden. Besprechen Sie bekannte Allergien und frühere schwere Reaktionen sowie die Patienteninformation des vorgesehenen Produkts. Genau diese drei Punkte nennen Fachorganisation und Behörde als Angaben, die vor einer Fillerbehandlung auf den Tisch gehören. Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass sich im Gespräch ein anderes Vorgehen als passender erweist oder dass Sie sich nach der Abklärung bewusst gegen die Behandlung entscheiden. Beides sind vollwertige Ergebnisse, kein Scheitern.
Welche Angaben aus Ihrer Vorgeschichte wichtig sind
Fachorganisationen und Behörden sind sich hier einig: Vor einer Fillerbehandlung sollen alle Vorerkrankungen offengelegt werden, und Allergien werden dabei ausdrücklich genannt. Die Patienteninformation der American Academy of Dermatology führt Allergien unter den Angaben auf, die die behandelnde Ärztin besonders kennen sollte. Die US-Behörde FDA hebt zusätzlich schwere Allergien und eine frühere Anaphylaxie als Punkte hervor, die vor dem Eingriff mitgeteilt werden sollen. Die AAD empfiehlt außerdem, frühere ästhetische Behandlungen einschließlich anderer Injektionen zu erwähnen.
Was heißt das konkret für Sie? Es reicht nicht, „ich habe Allergien“ zu sagen. Hilfreich sind möglichst genaue Angaben:
Ob eine bestimmte Allergie für Ihre Lippen unproblematisch ist oder weitere Abklärung erfordert, beantwortet dieser Ratgeber nicht. Das ist eine Einschätzung, die zu Ihrer Vorgeschichte und zum vorgesehenen Produkt gehört. Die AAD beschreibt, dass die Haut im Beratungsgespräch untersucht wird und sich dabei auch herausstellen kann, dass ein anderes Verfahren besser passt. Hilfreich ist zudem eine Frage, die die AAD für das Gespräch vorschlägt: Habe ich persönlich ein erhöhtes Risiko für Nebenwirkungen?
Warum „Hyaluron“ als Antwort nicht genügt
Die Bezeichnung „Hyaluron“ beantwortet noch nicht alle Fragen zu den Bestandteilen. Manche Filler enthalten laut FDA zusätzlich Lidocain, ein örtliches Betäubungsmittel; eine bekannte Allergie dagegen soll vor der Behandlung angesprochen werden. Die FDA nennt außerdem bekannte Allergien gegen Bakterien als mitzuteilende Angabe und verweist dabei auf Hyaluronmaterial aus bakterieller Fermentation. Beides zeigt: Entscheidend ist, was genau in der Spritze ist.
Die praktische Konsequenz ist einfach. Fragen Sie nach dem konkreten Produkt, das für Sie vorgesehen ist, und nach der zugehörigen Patienteninformation. Die FDA empfiehlt ausdrücklich, diese Produktinformation zu lesen und zu besprechen. Fragen Sie zudem, ob der Filler Lidocain enthält und ob zusätzlich eine Betäubung geplant ist. Laut AAD kann je nach Filler und Region eine auf die Haut aufgetragene Betäubung oder eine Leitungsanästhesie per Injektion nötig sein. Welches Produkt und welche Betäubung für Sie infrage kommen, ist eine Frage an die Ärztin, nicht an diesen Text. Eine weitere Frage für dieses Gespräch lautet: Welche Bedeutung hätte ein lidocainfreies Produkt angesichts meiner übrigen Allergievorgeschichte?
Brauche ich vorher einen Allergietest?
Die AAD beschreibt, dass einige Filler einen Allergietest erfordern und dass in diesem Fall das Ergebnis abgewartet werden muss, bevor der Filler gespritzt wird. Welche Produkte das betrifft, benennt sie an dieser Stelle nicht. Die FDA nennt als Beispiel Filler aus bestimmten Materialien, vor allem tierischen Ursprungs, vor deren Anwendung ein Allergietest erfolgen soll. Eine allgemeine Testpflicht vor jeder Hyaluron-Lippenbehandlung lässt sich aus diesen Hinweisen nicht ableiten.
Ob bei Ihnen ein Allergietest erforderlich oder sinnvoll ist, beantwortet diese allgemeine Information nicht. Fragen Sie deshalb konkret, ob für das vorgesehene Produkt oder wegen Ihrer früheren Reaktionen ein Test empfohlen wird, was das Ergebnis klären könnte und was nicht.
Welche Reaktionen möglich sind
Allergiefragen sind ein Teil der Aufklärung, nicht die ganze. Zu den häufigen Reaktionen nach Fillerinjektionen zählt die FDA blaue Flecken, Rötung, Schwellung, Schmerzen, Druckempfindlichkeit, Juckreiz und Hautausschlag. Diese Angaben betreffen dermale Filler allgemein, nicht speziell Lippenbehandlungen. Als selten gemeldet nennt die Behörde schwere allergische Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock, die sofortige notfallmedizinische Hilfe erfordern.
Davon getrennt ist ein Risiko, das nichts mit Allergien zu tun hat: die unbeabsichtigte Injektion in ein Blutgefäß. Sie kann laut FDA zu Gewebeuntergang, Sehstörungen bis zur Erblindung oder einem Schlaganfall führen. Die Wahrscheinlichkeit wird als niedrig beschrieben, die möglichen Folgen jedoch als schwerwiegend und unter Umständen dauerhaft. Bei ungewöhnlichen Schmerzen, Sehveränderungen oder einer weißen, grauen oder bläulichen Hautverfärbung nahe der Einstichstelle rät die FDA, sofort medizinische Hilfe zu suchen.
Wichtig für Ihre Vorbereitung: Dieser Ratgeber kann nicht beurteilen, welche Ursache eine konkrete Schwellung oder ein Juckreiz hat. Klären Sie deshalb vorab, welche schriftlichen Nachsorgehinweise Sie erhalten und wen Sie bei dringlichen Beschwerden erreichen.
Beratung und Kosten in Königs Wusterhausen
Bei Hautschimmer in Königs Wusterhausen führt Saskia Heer, approbierte Ärztin, das Beratungsgespräch. Eine separate Beratung kostet laut aktueller Preisseite 75 Euro und ist bei anschließender oder späterer Behandlung laut Preisseite anrechenbar. Für eine Lippenunterspritzung mit Hyaluron nennt die Preisseite ein unverbindliches Beispiel ab 299 Euro. Vor einer Behandlung erhalten Sie eine individuelle schriftliche Kostenaufstellung; abgerechnet wird ärztlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Klären Sie im Gespräch, welche Leistungen diese Aufstellung umfasst und ob eine zusätzliche Abklärung Ihrer Allergien oder die Nachsorge gesondert berechnet werden.
Sprechstunden finden in Königs Wusterhausen in Blöcken statt. Den nächsten Sprechstundenblock erfragen Sie telefonisch oder per E-Mail über die Standortseite Königs Wusterhausen. Einen Überblick über die angebotenen Leistungen finden Sie auf der Behandlungsseite.
Ihre Fragen für das Gespräch
Mit diesen Antworten können Sie entscheiden, ob und wann eine Lippenunterspritzung für Sie passt. Eine informierte Entscheidung kann auch lauten: später, oder gar nicht.
Behandlung in Ihrer Nähe
Hyaluron-Behandlung an unseren Standorten
Oberpfalz / Bayern
Hautschimmer Neumarkt i.d.Opf
Bahnhofstraße 15, 92318 Neumarkt i.d.Opf. Ärztin Saskia Heer — approbiert, Charité Berlin. Ab Nürnberg Hbf rund 20 Minuten mit dem Regionalexpress, die Praxis liegt 300 Meter vom Bahnhof. Aus weiten Teilen des Landkreises Neumarkt näher als Nürnberg.
Sie kommen aus Mittelfranken? Botox für Nürnberg, Polynukleotide für Nürnberg und Botox für Amberg.
Berlin / Brandenburg
Hautschimmer Königs Wusterhausen
Bahnhofstraße 8, 15711 Königs Wusterhausen. Ab Berlin Ostkreuz rund 22 Minuten mit dem RE2, ab Flughafen BER rund 11; die Praxis liegt 300 Meter vom Bahnhof. Aus weiten Teilen des Landkreises Dahme-Spreewald näher als Berlin-Mitte.
Alle Behandlungen werden persönlich von Ärztin Saskia Heer durchgeführt.
Weiterlesen