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PRP im Gesicht: Ist Eigenblut automatisch sicher? Was Sie vor der ersten Behandlung klären sollten

Hautschimmer Redaktion|
Saskia Heer

Ihre ärztliche Ansprechpartnerin

Dieser Artikel stammt von der Hautschimmer Redaktion. Für eine persönliche Beratung zu Ihrem Behandlungswunsch ist Saskia Heer Ihre Ansprechpartnerin.

Saskia Heer ist approbierte Ärztin mit Tätigkeitsschwerpunkt ästhetische Medizin. Ihr Medizinstudium absolvierte sie an der Charité — Universitätsmedizin Berlin. Sie bildet sich regelmäßig in Injektionstechniken, Anatomie und Komplikationsmanagement fort.

Mitglied der Ärztekammer Brandenburg und Bayern

PRP im Gesicht klingt für Sie vielleicht sympathisch, weil dabei ein aufbereiteter Anteil Ihres eigenen Blutes verwendet wird. Und Sie fragen sich, ob damit die Sicherheitsfrage eigentlich schon beantwortet ist.

Die kurze Antwort lautet: Nein. Die Herkunft aus dem eigenen Körper sagt etwas darüber, woraus das Material stammt, aber wenig darüber, wie sicher die konkrete Behandlung für Sie ist. Die eigentlichen Sicherheitsfragen liegen an anderer Stelle: bei Ihrer persönlichen Eignung, beim Umgang mit dem Blut zwischen Entnahme und Rückgabe und bei der Frage, wer nach der Behandlung für Sie erreichbar ist. Genau diese Punkte lassen sich vor der ersten Behandlung klären, und genau darum geht es hier.

Eigenes Blut beschreibt die Herkunft, nicht die gesamte Sicherheit

Was bei PRP tatsächlich passiert

Bei PRP wird Ihnen Blut aus dem Arm entnommen. Ein Gerät trennt die Blutplättchen vom übrigen Blut, und der Anteil mit hoher Plättchenkonzentration wird Ihnen zurückinjiziert. So beschreibt es die American Academy of Dermatology in ihrer Patienteninformation.

Das Argument „körpereigen“ ist also nicht falsch. Es greift nur zu kurz. Zwischen Entnahme und Rückgabe liegen mehrere Arbeitsschritte, und dort verortet die AAD die größten Risiken: Sie hängen davon ab, wie mit Ihrem Blut umgegangen wird.

Sicherheit und Wirkung sind zwei verschiedene Fragen

Ein zweiter Punkt wird bei dieser Entscheidung gern vermischt. Dass ein Verfahren als sicher gilt, bedeutet nicht, dass es zuverlässig wirkt. Die AAD beschreibt in ihrer Patienteninformation die Belege für eine hautverjüngende Wirkung als begrenzt. Diese Information trägt kein Aktualisierungsdatum und ist keine umfassende Auswertung aller Studien; begrenzte Belege bedeuten auch nicht, dass eine Wirkung ausgeschlossen wäre. Sie schreibt außerdem, dass die Behandlung das Gesicht nicht so aussehen lassen kann wie vor Jahren. Wer sich für PRP entscheidet, entscheidet sich für ein Verfahren mit offenem Ergebnis. Das ist kein Argument gegen die Behandlung, aber ein Wissen, das Sie haben sollten, bevor Sie Geld dafür ausgeben.

Zwei Sicherheitsfragen, die vor der Entscheidung zählen

Wird mein Blut steril gehalten?

Sobald Blut den Körper verlässt, muss es steril bleiben. Andernfalls kann eine Infektion entstehen, so die AAD. Das ist kein Punkt, den Sie selbst nachprüfen können. Aber Sie dürfen danach fragen: Wie läuft die Aufbereitung ab, wer führt sie durch, und in welcher Umgebung? Eine Praxis, die ihren Ablauf verständlich erklären kann, nimmt Ihnen damit nicht die Entscheidung ab, gibt Ihnen aber eine Grundlage dafür.

Ist sicher, dass ich mein eigenes Blut zurückbekomme?

Die zweite Frage klingt zunächst befremdlich, ist aber der Kern des Eigenblut-Arguments. Die Herkunft aus dem eigenen Körper schützt nur, wenn die Zuordnung während des gesamten Ablaufs eindeutig bleibt. Die AAD empfiehlt, dass Einrichtungen dafür denselben Prozess wie Transfusionszentren anwenden sollten, damit tatsächlich das eigene Blut zurückgegeben wird. Wer versehentlich das Blut einer anderen Person erhält, kann schwer erkranken.

Fragen Sie deshalb konkret: Wie wird mein Röhrchen gekennzeichnet, und wie wird vor der Rückgabe geprüft, dass es meines ist? Lassen Sie sich die Maßnahmen verständlich erklären und fragen Sie bei Unklarheiten nach. Eine verständliche Erklärung allein belegt allerdings nicht, dass die Abläufe sicher umgesetzt werden.

Warum die persönliche Eignung trotzdem geklärt werden muss

Selbst bei einwandfreier Handhabung bleibt die Frage, ob PRP zu Ihnen passt. Die AAD nennt Erkrankungen, bei denen sie PRP zur Hautverjüngung nicht empfiehlt, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die die Einnahme eines Blutverdünners erfordern, sowie Hautkrebs im Behandlungsgebiet. Diese Angaben stammen aus einer US-amerikanischen Patienteninformation und sind keine vollständige Aufzählung. Sie zeigen aber, dass Ihre Vorgeschichte und Ihre Medikamente in die Entscheidung gehören.

Eine Frage gehört deshalb fest ins Beratungsgespräch: Welche Punkte zu meinen verordneten Medikamenten muss ich vor einer möglichen PRP-Behandlung mit der behandelnden beziehungsweise verordnenden Ärztin klären? Ob und wie etwas für die Eignung relevant ist, wird dort individuell besprochen. Hilfreich ist, wenn Sie eine Liste Ihrer Diagnosen und Medikamente zum Gespräch mitbringen.

Eignung hat noch eine zweite Seite: Ihre Erwartung. Der NHS empfiehlt, im Gespräch offen zu sagen, warum man den Eingriff möchte und was man erwartet; das helfe zu klären, ob er wirklich passt. Ein Ziel wie „etwas frischer aussehen“ ist etwas anderes als „so aussehen wie vor zwanzig Jahren“. Ob PRP beim ersten Ziel für Sie etwas beitragen kann, ist offen. Beim zweiten ist die Antwort nach Angaben der AAD klar: Das kann es nicht.

Welche Beschwerden und Unsicherheiten bleiben?

Es hilft, drei Kategorien zu unterscheiden.

Erstens die erwartbaren Beschwerden. Nach der Behandlung können Schmerzen, Blutergüsse und Schwellungen auftreten, die nach Angaben der AAD in der Regel innerhalb weniger Tage abklingen. Ob und wie stark Sie davon betroffen sind, lässt sich vorher nicht versprechen. Planen Sie deshalb keinen wichtigen Termin unmittelbar danach, ohne das im Gespräch angesprochen zu haben.

Zweitens die Risiken durch Fehler im Umgang mit dem Blut, also Infektion und Verwechslung. Die AAD nennt hierzu keine Häufigkeitsangaben. Fragen Sie, wie die sterile Handhabung und die eindeutige Zuordnung Ihres Blutes sichergestellt werden.

Drittens die offenen Fragen. Die AAD zählt mögliche Langzeitnebenwirkungen von PRP zur Hautverjüngung zu den Punkten, die noch nicht beantwortet sind. Wer das weiß, kann es in die eigene Abwägung einbeziehen, statt es später als Überraschung zu erleben.

Für die Nachsorge lohnt sich eine kurze Liste mit Fragen, die Sie vor der ersten Behandlung beantwortet haben sollten:

  • • Welche schriftlichen Nachsorgehinweise erhalte ich?
  • • Bei welchen Veränderungen soll ich mich melden, und wie schnell?
  • • Wer ist außerhalb der Sprechstundenzeiten medizinisch erreichbar?
  • • Was ist in den ersten Tagen nach der Behandlung zu beachten?
  • Entscheiden ohne Behandlungsdruck

    Alle kosmetischen Eingriffe bergen Risiken, wie der NHS grundsätzlich festhält. Das gilt auch dann, wenn das verwendete Material aus Ihrem eigenen Körper stammt. Der NHS rät außerdem, sich Zeit zu nehmen und in Ruhe zu entscheiden, ob man den Eingriff durchführen lassen möchte. Diese Empfehlung ist keine deutsche Rechtsvorgabe, aber ein vernünftiger Maßstab für den eigenen Umgang mit der Frage.

    Zur Entscheidung gehört auch das Geld. Der NHS empfiehlt, sämtliche Kosten zu bedenken, einschließlich Nachsorge und möglicher späterer Behandlungen zur Erhaltung des Ergebnisses. Wer ein Verfahren mit offener Wirkung erwägt, sollte wissen, welchen Betrag er dafür einzusetzen bereit ist, auch wenn am Ende weniger sichtbar wird als erhofft.

    Und es ist völlig in Ordnung, nach dieser Abwägung erst einmal nichts zu tun. Abwarten ist eine legitime Entscheidung. Nichtbehandlung ist eine legitime Entscheidung. Auch ein kostenpflichtiges Beratungsgespräch ist kein Pflichtschritt, sondern ein Angebot für den Fall, dass Sie Ihre offenen Fragen persönlich mit einer Ärztin klären möchten.

    Wenn Sie sich beraten lassen möchten: Königs Wusterhausen

    In der Praxis in der Bahnhofstraße 8 in Königs Wusterhausen berät Saskia Heer, approbierte Ärztin, persönlich. In diesem Gespräch geht es um Ihren Hautbefund, Ihre Vorgeschichte und Medikamente, Ihre Erwartungen und um die Frage, ob und was in Ihrem Fall realistisch ist. Es ist auch der richtige Ort, um die Fragen zu Sterilität, Blutzuordnung und Erreichbarkeit aus diesem Text zu stellen. Einen Überblick über die angebotenen Behandlungen finden Sie auf der Leistungsseite.

    Zu den Kosten: Als unverbindliches Preisbeispiel nennt die aktuelle Preisseite für die separate Beratung 75 Euro; laut Preisseite ist dieser Betrag bei anschließender oder späterer Behandlung anrechenbar. Einen festen Preis für eine PRP-Behandlung nennen wir an dieser Stelle bewusst nicht. Vor einer Behandlung erhalten Sie eine individuelle schriftliche Kostenaufstellung; abgerechnet wird ärztlich nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). So wissen Sie vor der Zusage, womit Sie rechnen.

    Die Sprechstunden in Königs Wusterhausen finden in Blöcken statt. Den nächsten Sprechstundenblock erfragen Sie telefonisch oder per E-Mail über die Standortseite Königs Wusterhausen. Fragen Sie bei der Terminplanung, wie Beratung und eine gegebenenfalls folgende Behandlung zeitlich organisiert werden.

    Ob Sie sich danach für PRP, für eine andere Möglichkeit oder für gar keine Behandlung entscheiden, bleibt Ihre Sache. Der Sinn des Gesprächs ist, dass Sie diese Entscheidung mit klaren Informationen treffen können.

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    Bahnhofstraße 15, 92318 Neumarkt i.d.Opf. Ärztin Saskia Heer — approbiert, Charité Berlin. Einzugsgebiet: Nürnberg, Regensburg, Amberg, Parsberg, Berching, Freystadt.

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    Bahnhofstraße 8, 15711 Königs Wusterhausen. Direkt vor den Toren Berlins. Einzugsgebiet: Berlin-Süd, Brandenburg, Potsdam.

    Alle Behandlungen werden persönlich von Ärztin Saskia Heer durchgeführt.

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