Neue Praxis:Bahnhofstraße 15, Neumarkt — online buchbar

Hautschimmer
Termin
PRPKosmetisch18-35 Jahre

PRP nach Haartransplantation in Königs Wusterhausen bei Berlin

Saskia Heer|
Saskia Heer

Ihre ärztliche Ansprechpartnerin

Saskia Heer ist approbierte Ärztin mit Tätigkeitsschwerpunkt ästhetische Medizin. Ihr Medizinstudium absolvierte sie an der Charité — Universitätsmedizin Berlin. Sie bildet sich regelmäßig in Injektionstechniken, Anatomie und Komplikationsmanagement fort.

Mitglied der Ärztekammer Brandenburg und Bayern

Die Haartransplantation ist geplant oder liegt ein paar Wochen zurück, und immer wieder taucht PRP als „Booster“ für die neuen Grafts auf. Sie möchten wissen, ob das Eigenblut wirklich mehr Haare anwachsen lässt, wann eine Behandlung frühestens möglich ist und was dabei schiefgehen kann. Hier lesen Sie, was Studien zeigen und wo ihre Grenzen liegen.

Die kurze Antwort

PRP steht für plättchenreiches Plasma. Es wird aus Ihrem eigenen Blut gewonnen und enthält Wachstumsfaktoren aus den Blutplättchen. Bei Haartransplantationen wird es auf drei Wegen eingesetzt: Die entnommenen Grafts liegen während der Operation in PRP, PRP wird während der Operation in die Empfängerzone gespritzt, oder es folgen vor und nach dem Eingriff einzelne Injektionen.

Mehrere kleine Studien berichten über mehr angewachsene Grafts, eine schnellere Erholung der Kopfhaut und früheres Wachstum. Die Gruppen sind aber klein, die Verfahren uneinheitlich, und es gibt auch Studien ohne messbaren Vorteil. Nach der Operation kommt PRP frühestens infrage, wenn die Krusten abgeheilt sind und die Kopfhaut reizfrei ist. In Studien begannen die Injektionen nach dem Eingriff frühestens nach etwa vier Wochen. Den Zeitpunkt sollten Sie mit der Klinik abstimmen, die Sie operiert hat.

Was nach FUE oder FUT in der Kopfhaut passiert

Bei beiden Verfahren werden Haarwurzelgruppen (Grafts) vom Hinterkopf in lichte Bereiche verpflanzt. Bei der FUE werden sie einzeln entnommen, bei der FUT als schmaler Hautstreifen. Die Heilung läuft danach in typischen Schritten ab (Übersicht: Komplikationen nach FUE, Romera de Blas et al. 2026):

  • • Krusten bilden sich in den ersten zwei bis drei Tagen und lösen sich meist nach sieben bis zehn Tagen. Halten sie länger als zwei Wochen an, sollte die Klinik nachsehen.
  • • Shock Loss, ein vorübergehender Ausfall vorhandener Haare rund um die Grafts, tritt meist zwei bis acht Wochen nach der Operation auf. Das Nachwachsen beginnt in der Regel nach etwa drei Monaten.
  • • Das Ergebnis lässt sich nach neun bis zwölf Monaten beurteilen (Europäische S3-Leitlinie zur androgenetischen Alopezie).
  • Drei Wege, PRP einzusetzen

    EinsatzStudienBerichtetes ErgebnisEinschränkung
    Grafts während der Operation in PRP lagernUebel 2006 (20 Männer), Abdelkader 2020 (30), Pathania 2023 (20)mehr angewachsene Grafts, dickere Haare, schnellere Erholung nach dem Shock Losskleine Gruppen, Wirkung von Person zu Person sehr verschieden
    PRP während der Operation in die Empfängerzone spritzenGarg 2016 (40)früheres Wachstum, Rötung klang schneller abnur einfach verblindet, grobe Bewertungsstufen
    Injektionen vor und nach der OperationXue 2025 (30), Zhao 2023 (147), Elariny 2022 (20)teils mehr angewachsene Grafts, teils kein Unterschiedwidersprüchlich, teils nicht randomisiert, kurze Beobachtung

    Grafts in PRP lagern

    Die ersten Daten stammen von 2006. In einer Studie mit 20 Männern wurden die Grafts vor dem Einsetzen mit Wachstumsfaktoren aus Blutplättchen behandelt. In diesen Bereichen wuchsen im Mittel 18,7 statt 16,4 Haarwurzelgruppen pro Quadratzentimeter an, rund 15 Prozent mehr. Je nach Patient lag das Plus zwischen 3 und 52 Prozent (Uebel et al. 2006). Die europäische Leitlinie führt diese Vorbehandlung als Faktor für eine höhere Anwachsrate, bei mittlerer Beweiskraft (S3-Leitlinie). Ähnliches berichten zwei kleinere Studien, in denen die Grafts in PRP statt in einer Salzlösung lagen (Abdelkader et al. 2020; Pathania et al. 2023).

    PRP während der Operation spritzen

    In einer Studie mit 40 Patienten wurde PRP direkt nach dem Anlegen der Einschnitte in die Empfängerzone gespritzt, in der Vergleichsgruppe Kochsalzlösung. Mit PRP wuchsen die Haare früher, in den ersten Wochen fielen weniger verpflanzte Haare aus, und die Rötung verschwand schneller (Garg 2016).

    PRP vor und nach der Operation

    In einer randomisierten Studie mit 30 Patienten bekam eine Gruppe PRP am Operationstag, kurz vor der Entnahme der Grafts, sowie nach einem und nach zwei Monaten. Beide Gruppen nahmen zusätzlich Medikamente gegen Haarausfall. Nach sechs Monaten waren in der PRP-Gruppe im Mittel 82 statt 74 Prozent der Grafts angewachsen (Xue et al. 2025). Eine größere Auswertung mit 147 Patienten begann vier Wochen nach der Operation mit PRP. Sie war aber nicht randomisiert und lief nur acht Wochen (Zhao und Cao 2023).

    Es gibt auch Gegenbelege. Bei 20 Patienten mit vernarbendem Haarausfall machte PRP eine Woche vor und dreimal monatlich nach der Operation keinen Unterschied bei der Anwachsrate (Elariny et al. 2022). Auch eine Arbeitsgruppe aus Brasilien fand keinen Nutzen von PRP zusätzlich zur Transplantation (Graf Guimarães et al. 2020).

    Was das zusammen bedeutet

    Eine aktuelle systematische Übersicht fand nur drei kontrollierte Studien mit zusammen 217 Teilnehmenden. Alle berichteten Vorteile. Herstellung, Ablauf und Messmethoden unterschieden sich aber so stark, dass sich die Ergebnisse nicht zusammenrechnen ließen (Sindhusen et al. 2025). Zentrifugation, Plättchenkonzentration und Aktivierung unterscheiden sich von Studie zu Studie. Für PRP bei erblich bedingtem Haarausfall spricht die europäische Leitlinie deshalb weder eine Empfehlung dafür noch dagegen aus (S3-Leitlinie).

    Das heißt: PRP kann Heilung und Anwachsen unterstützen, sicher belegt ist das nicht. Zahlen wie „15 Prozent mehr Haare“ stammen aus einzelnen kleinen Studien und gelten nicht für jede Transplantation.

    Wann frühestens nach der Operation?

    Einen festen, durch Studien abgesicherten Fahrplan gibt es nicht. Vor einer PRP-Behandlung nach dem Eingriff sollten diese Punkte erfüllt sein:

  • • Die Krusten sind vollständig abgefallen, die kleinen Wunden sind geschlossen.
  • • Es gibt keine Entzündung der Haarwurzeln (Follikulitis). Sie betrifft rund jeden achten Patienten, meist in den ersten vier Wochen (Romera de Blas et al. 2026).
  • • Rötung, Schwellung oder Schmerzen sind abgeklungen oder von der Klinik abgeklärt.
  • • Die operierende Klinik ist einverstanden.
  • In den Studien begannen die Injektionen nach dem Eingriff frühestens nach etwa vier Wochen (Zhao und Cao 2023; Xue et al. 2025).

    Abstimmung mit der operierenden Klinik

    Die Klinik kennt Ihren Eingriff genau. Eine internationale Expertengruppe empfiehlt, die Versorgung rund um die Operation individuell zu planen und im ersten Jahr engmaschig nachzukontrollieren (Vañó-Galván et al. 2023). Für eine PRP-Behandlung sind diese Angaben hilfreich:

  • • Datum, Verfahren (FUE oder FUT), Zahl der Grafts, Empfänger- und Spenderbereich
  • • Komplikationen, etwa Entzündungen oder verzögerte Heilung
  • • ob bereits während der Operation PRP verwendet wurde
  • • der Nachsorgeplan der Klinik: Waschen, Sport, Kontrolltermine
  • • alle Medikamente, vor allem Blutverdünner und Mittel gegen Haarausfall
  • Bringen Sie dafür den OP-Bericht mit.

    Risiken und wann PRP nicht passt

    Fast alle Behandelten spüren Schmerzen beim Spritzen und danach für kurze Zeit Schwellung und Druckempfindlichkeit. Seltener sind anhaltende Kopfhautschmerzen, schuppenflechteartige Hautreaktionen und ein vorübergehender Haarausfall. Infektionen und Narben kommen selten vor (S3-Leitlinie). Beschrieben sind außerdem leichte Kopfschmerzen, Juckreiz und Rötung (Paichitrojjana und Paichitrojjana 2022). Auf frisch transplantierter Kopfhaut ist jeder Einstich zusätzlich eine kleine Verletzung, sie sollte deshalb abgeheilt sein.

    Nicht infrage kommt PRP laut derselben Übersicht bei:

  • • stark erniedrigten Blutplättchen oder einer Störung ihrer Funktion
  • • instabilem Kreislauf oder einer Blutvergiftung
  • • einer Infektion an der Behandlungsstelle
  • Eine ärztliche Abwägung braucht es bei:

  • • entzündungshemmenden Schmerzmitteln wie Ibuprofen in den letzten 48 Stunden
  • • Kortison, in die Kopfhaut gespritzt im letzten Monat oder als Tablette in den letzten zwei Wochen
  • • akutem Infekt oder Fieber
  • • Krebserkrankungen, vor allem des Knochens oder des Blutes
  • • Blutarmut und Rauchen
  • Verordnete Blutverdünner setzen Sie bitte nie eigenmächtig ab. Das entscheidet die Ärztin oder der Arzt, der sie verschrieben hat.

    PRP ersetzt keine Basistherapie

    Eine Transplantation verteilt vorhandenes Haar nur um. Den erblich bedingten Haarausfall stoppt sie nicht, das umliegende Haar kann weiter dünner werden. Gegen das Fortschreiten empfiehlt die europäische Leitlinie Minoxidil zum Auftragen und bei Männern Finasterid-Tabletten. In einer Studie hatten Männer, die zusätzlich zur Transplantation Finasterid nahmen, nach zwölf Monaten eine höhere Haardichte als Männer ohne (S3-Leitlinie).

    Finasterid ist verschreibungspflichtig und gegen Haarausfall nur für Männer zugelassen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat Suizidgedanken als mögliche Nebenwirkung bestätigt, den Packungen liegt eine Patientenkarte bei (EMA: Bewertung zu Finasterid und Dutasterid). Wann Sie welches Mittel nach der Operation wieder anwenden, legt die operierende Klinik fest.

    Bei Frauen kommt eine Transplantation nur bei bestimmten Mustern infrage, wenn genug Spenderhaar vorhanden ist und kein diffuser Haarausfall vorliegt (S3-Leitlinie). Mehr dazu lesen Sie im Beitrag PRP bei Haarausfall der Frau.

    Häufige Fragen

    Wie viele PRP-Sitzungen nach einer Haartransplantation sind sinnvoll?

    Einen belegten Standard gibt es nicht. In den Studien reichte die Spanne von einer einmaligen Anwendung während der Operation bis zu drei Injektionen in den Monaten danach (Sindhusen et al. 2025). Wie viele Sitzungen sinnvoll sind, hängt vom Heilungsverlauf, vom übrigen Haar und von der Basistherapie ab.

    Wachsen mit PRP mehr Grafts an?

    Kleine Studien sprechen dafür, etwa 82 statt 74 Prozent angewachsene Grafts nach sechs Monaten (Xue et al. 2025). Andere Studien fanden keinen Unterschied. Eine Zusage für mehr Haare lässt sich daraus nicht ableiten.

    Verhindert PRP den Shock Loss?

    Sicher verhindern lässt er sich nicht. Meist ist er vorübergehend, das Nachwachsen beginnt um den dritten Monat. Kleine Studien berichten, dass sich die Grafts mit PRP schneller erholten (Pathania et al. 2023; Garg 2016).

    Tut PRP auf der transplantierten Kopfhaut weh?

    Die Einstiche sind spürbar, und die Kopfhaut kann nach der Operation noch empfindlich oder taub sein. Kühlung oder eine örtliche Betäubung können helfen. Was passt, klärt das Vorgespräch.

    Geht PRP auch, wenn die Operation im Ausland war?

    Grundsätzlich ja. Nötig sind der OP-Bericht und das Einverständnis der operierenden Klinik. Gibt es Probleme mit der Heilung, steht deren Abklärung an erster Stelle.

    Was kostet PRP nach einer Haartransplantation?

    Hautschimmer ist eine Privatpraxis und rechnet nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Vor Behandlungsbeginn erhalten Sie eine schriftliche Kostenaufstellung. Einen Überblick gibt die Preisseite.

    In Königs Wusterhausen bei Berlin

    In Königs Wusterhausen behandelt Saskia Heer (Ärztin — Tätigkeitsschwerpunkt ästhetische Medizin) in der Bahnhofstraße 8, rund 300 Meter vom Bahnhof. Mit der Bahn sind es ab Flughafen BER 11 Minuten, ab Berlin-Schöneweide 14, ab Ostkreuz 22 und ab Hauptbahnhof 35 Minuten. Mit dem Auto erreichen Sie die Praxis aus Wildau in etwa 7, aus Bestensee in 10 und aus Zeuthen in 12 Minuten. Die Sprechstunde findet in festen Blöcken statt, nicht jede Woche. Planen Sie den Termin deshalb früh und in Absprache mit Ihrer Klinik. Die Transplantation selbst bietet Hautschimmer nicht an. Mehr zur Behandlung: PRP für die Haare in Königs Wusterhausen. Einen zweiten Standort gibt es in Neumarkt in der Oberpfalz.

    Behandlung in Ihrer Nähe

    PRP-Behandlung an unseren Standorten

    Oberpfalz / Bayern

    Hautschimmer Neumarkt i.d.Opf

    Bahnhofstraße 15, 92318 Neumarkt i.d.Opf. Ärztin Saskia Heer — approbiert, Charité Berlin. Ab Nürnberg Hbf rund 20 Minuten mit dem Regionalexpress, die Praxis liegt 300 Meter vom Bahnhof. Aus weiten Teilen des Landkreises Neumarkt näher als Nürnberg.

    Sie kommen aus Mittelfranken? Botox für Nürnberg, Polynukleotide für Nürnberg und Botox für Amberg.

    Berlin / Brandenburg

    Hautschimmer Königs Wusterhausen

    Bahnhofstraße 8, 15711 Königs Wusterhausen. Ab Berlin Ostkreuz rund 22 Minuten mit dem RE2, ab Flughafen BER rund 11; die Praxis liegt 300 Meter vom Bahnhof. Aus weiten Teilen des Landkreises Dahme-Spreewald näher als Berlin-Mitte.

    Alle Behandlungen werden persönlich von Ärztin Saskia Heer durchgeführt.

    Weiterlesen

    Weitere Artikel zu PRP